Ortschronik - Zeesener Interessenverein

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Peter Wein
Ortschronist seit 2013
 
 
Die Chronistengruppe
v.l.n.r. Uwe Friedrich, Dr. Ulla Dussaa, Steffen Trinks, Peter Wein,
Karin Schlittermann, Regine und Helmut Tinnermann
ORTSCHRONIK

ÜBERBLICK ZUR GESCHICHTE DES ORTES ZEESEN
erarbeitet vom Ortschronisten, Paul Porsch ; ergänzt: Marlis Lorz, weiter bearbeitet von der Chronistengruppe des Zeesener Interessenverein e.V.

Das genaue Jahr der Gründung ist nicht bekannt, wahrscheinlich 1542. Auf jeden Fall wurde Zeesen in diesem Jahr erstmals urkundlich erwähnt.
Eine Gründungsurkunde befindet sich wahrscheinlich in Prag, da das Gebiet der Tups Teupitz) zum Königreich Böhmen gehörte.

1542    Erste bekannte, urkundliche Erwähnung des Ortes mit dem Namen „Czeisenn“ im Lehensbrief für Wilhelm von Landsberg.

1632    Rittmeister Christoph Ludwig von Thümen aus Gallun erwirbt das Dorf und das Gut Zeesen von der Familie von Schlieben.

1688    Freiherr von Eberhard von Danckelmann lässt auf dem Gutsgelände ein Herrenhaus als „Maison de Plaisance“ mit Nebengebäude und Park errichten.

1697     Kurfürst Friedrich der III. enteignet Danckelmann und schenkt das Herrenhaus seinem Sohn Friedrich Wilhelm, dem späteren preußischen „Soldatenkönig“.

1785    Ab der Zeit wechselt das Herrenhaus ständig seine Besitzer.

1812   Nach Einführung der Schulpflicht in Preußen wird das Hirtenhaus am heutigen Weidendamm Wohnstatt des Hirten von Zeesen, Schulgebäude mit 
            zwei Klassenräumen und Wohnung für den Schullehrer.

1866   Eisenbahnstrecke Berlin-Cottbus, die durch Zeesen führt, wird in Betrieb genommen.

1870   In Zeesen (Körbiskrug - Kamerun) entstehen zwei Ziegeleien, die Ziegelsteine für den Berlinaufbau produzieren. 
            Diese werden auch über die Görlitzer Eisenbahn dorthin transportiert.
1892   Ein neues Schulgebäude wird am damaligen Rand des Ortes in der Fasanenstraße errichtet, das heute noch in Funktion ist.

1900  Beginn der Parzellierung von Einzelgrundstücken im Dorf - rund um das Herrenhaus und die Schule.

1915   Bau der Luftschiffwerft Schütte-Lanz mit 1.500 Arbeitsplätzen

1924  Gründung der „Freiwilligen Feuerwehr Zeesen“

1925  Als Folge des 1. Weltkrieges wird die Luftschiffwerft Schütte-Lanz geschlossen und das Areal an die Deutsche Reichspost verkauft.

1925  Beginn der Parzellierung von Einzelgrundstücken auf dem Steinberg.

1927  Inbetriebnahme des Hauptstandortes der Deula-Kraft (Deutsche Landkraftführerschulen GmbH Zeesen) auf dem Schütte-Lanz-Areal.

1930  Körbiskrug wird in Zeesen eingemeindet.

1934  Der Bahnhof in Zeesen wird gebaut. Zeesen wird Haltepunkt der Görlitzer Eisenbahn.
      
1936  Inbetriebnahme des weltweit leistungsstärksten Kurzwellensenders
      
1945  Als Folge des zweiten Weltkrieges übernimmt die sowjetische Rote Armee das Areal der Deutschen Reichspost und nutzt es als Hospital und als
           „Progress-Werk“ (Reparaturwerkstatt für Panzer und LKW).

1945  Das Herrenhaus - seit 1935 sind die bekannten Schauspieler Gustav Gründgens und Marianne Hoppe Besitzer - wird in Volkseigentum überführt und 
            erlebt danach verschiedene Nutzungen als Kinderheim und als Erholungsobjekt des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten.

1946  Zeesen wird von da an von Bürgermeistern verwaltet, die von der SED eingesetzt wurden. In der gesamten DDR-Zeit sind keine besonderen Höhepunkte 
           in der Entwicklung des Orts zu verzeichnen.

1959  Einweihung der evangelischen Kirche in der Friedenstraße.

1989  Zeesen erlebt die Wende; es wird ein „Runder Tisch“ gebildet.

1990  Im Ergebnis freier Wahlen wird in Zeesen von der Gemeindevertretung die erste Bürgermeisterin gewählt, die von der SED unabhängig ist:
            Barbara Lehmann von der SPD.

1992  Bildung des Amtes „Unteres Dahmeland“ mit den Gemeinden Kablow, Niederlehme, Senzig, Wernsdorf, Zernsdorf und Zeesen. 
           Die Gemeinden führen ihre  Verwaltungen in der Amtsverwaltung zusammen. Die Planungs- und Finanzhoheit bleibt bei den Gemeinden.
           Zeesen behält darüber hinaus die Hoheit über das Personal der Gemeinde.

1992  Eröffnung des ersten Gewebegebietes im Land Brandenburg unter Teilnahme von Manfred Stolpe - erster Ministerpräsident des Landes Brandenburgs,
            mit tausend Arbeitsplätzen

1996  Beginn der zentralen Trink- und Abwassererschließung für den Ort   und des anschließenden Straßenausbaus unter Regie der Gemeinde in der Schulstraße

1999  Durch Gerichtsbeschluss wird das Herrenhaus dem ehemaligen Besitzer Goldschmidt rückübertragen. Dieser übergibt es an die Firma 
           Grundstücks- und Immobilienverwaltung Wolff, Berlin.
     
2000  Erweiterung der Grundschule und Einweihung des Mehrzweckgebäudes und der Sporthalle.

2003  Zeesen verliert seine kommunale Selbständigkeit und wird trotz der Proteste der Einwohner in die Stadt Königs Wusterhausen eingegliedert. 
            Das Amt „Unteres Dahmeland“ wird aufgelöst.

2003  Zeesen wird Mitglied des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbandes.

2004  Gründung des „Zeesener Interessenverein e. V.“.

2007  Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in der Seestraße.

2012  Einweihung des Neubaus der Kirche der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) in der Karl-Liebknecht-Straße.

2012  Einweihung des Erweiterungsbaues der Grundschule auf dem Gelände der alten Feuerwehr in der Fasanenstraße.

2013  Die Umgehungsstraße Königs Wusterhausen - Zeesen wird freigegeben.

2014  Eröffnung der neuen Kindergärten „Spatzennest“ auf dem Steinberg und „Tannenzapfen“ am Weidendamm.

2015  Der „Zeesener Interessenverein e.V.“ feiert sein 10-jähriges Jubiläum und sorgt noch immer für sportliche und kulturelle Veranstaltungen in Zeesen.

2017  Zeesen feiert seine 475-jährige ersturkundliche Erwähnung
 
 
 
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