Ortschronik - Zeesener Interessenverein

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Peter Wein
Ortschronist seit 2013
 
 
Die Chronistengruppe
v.l.n.r. Uwe Friedrich, Dr. Ulla Dussaa, Steffen Trinks, Peter Wein,
Karin Schlittermann, Regine und Helmut Tinnermann
ORTSCHRONIK

KURZÜBERBLICK ZUR GESCHICHTE DES ORTES ZEESEN
erarbeitet vom Ortschronisten, Paul Porsch ; ergänzt : Marlis Lorz

Das Jahr der Gründung ist nicht bekannt, wahrscheinlich 1542. Gründungsurkunde befindet sich wahrscheinlich in Prag, da das Gebiet der Tups Teupitz) zum Königreich Böhmen gehörte.


1431    Die Tupez begibt sich unter den Schutz der Markgrafen; Zeesen wird brandenburgisch.

1624    13 Hüfner (Besitzer einer Hufe – 1 Hufe hatte  ca. 30 – 60 Morgen Land, 4 Morgen=1ha, 1 Hirte und 1 Laufschmied)

1632    Rittmeister von Thümen aus Gallun erwirbt Zeesen (Dorf mit Gut),
            Ober- und Untergericht, Kessel- und Schulzensee sowie das „Große Luch“ an der Schenkendorfer Grenze

1652    Nach dem 30–jährigen Krieg  gibt es nur noch 2 Bauern. Das Gut erwirbt ein H. Phuhl.

1690    Das Gut kauft der Oberpräsident und Minister Freiherr Eberhard von Danckelmann Erbauung des Schlosses !

1698    Kurfürst Friedrich  III. schenkt zum Christfest Gut und Schloss seinem Sohn Friedrich Wilhelm „Soldatenkönig“

1765    Verpachtung der königlichen Besitzungen an den Amtmann Sydow für 480 Taler jährlich.
            Einwohnerzahl um diese Zeit etwa 79

1783    Aufgliederung der Gemeindemitglieder nach Tabelle:
            Verwaltung u. Unterpächter= 1, Förster= 1,  Schulbedienter= 1, Ganzbauern= 4,
            Büdner= 6 (Büdner: besitzt etwas Gartenland und ist auf Tagelohn oder
            Gewerbebetrieb angewiesen), Hausleute oder Einlieger= 4, Gärtner

1860    Ziegeleien in Körbiskrug, das damals nicht zu Zeesen gehörte; 1890  zu Zeesen   eingemeindet.
            Einwohnerzahl: Dorf – 105, Gut – 57, Körbiskrug - 31
            Bebauung: 27 Wohnhäuser, 42 andere Gebäude

1877    Das sogenannte Langhaus (Wohnhaus für Arbeiter und Angestellte des Gutes usw.) brennt völlig nieder. An 
            seiner Stelle werden erdgeschössige Wohnhäuser gebaut von denen  heute nur noch die modernisierten  
            stehen.

1892    Bau eines neuen Schulgebäudes am Rande des Dorfes, das alte Schulhaus aus dem Jahre 1812 war zu 
            alt und zu klein (ehemaliges Hirtenhaus).

1900    Beginn der Parzellierung und Siedlung. Es entstehen Häuser neben der Schule (Fasanenstr. 3)

1915    Bau der Luftschiffwerft „Schütte – Lanz“; Abriss nach dem 1. Weltkrieg (Versailler Vertrag)

1925    Der gesamte Besitz der Schütte-Lanz-Werft bekam die Deutsche Reichspost. In der Schütte – Villa wird ein                           
            Erholungsheim für Postmitarbeiter eingerichtet
            Laut Volkszählung vom 16.05.1925: 937  Einwohner
            (Zeesen mit Bürgerwalde u. Körbiskrug)   davon: 485   männl. / 452 weibl.
            Nach dem 1. Weltkrieg erhalten Flüchtlinge aus Russland und Polen unentgeltlich Parzellen auf dem Steinberg  
            (im sogenannten Bullenwinkel). Damit beginnt die Besiedlung des Steinbergs!

1926
    Klabund (A. Henschke) dichtet seine „Ode an Zeesen“ im Schloss.
            Carl Zuckmayer stellt der „Geschichte“  -von Charlotte Steinbrucker-  einen Haus-, Flur- und Tiersegen voran.

1924    Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
            Es gibt einen gemischten Chor und eine Fußballmannschaft (Kreismeister) im Ort

1927    Inbetriebnahme des Deutschlandsenders

1929    Auflösung der Försterei „Fasanerie“, Zeesen erhält dadurch 182  ha Land.
            Damit ist die heutige territoriale Größe erreicht!

1934    Der Schauspieler und Dramaturg Gustaf Gründgens kauft das Gut für 58 000,00 RM
            Nach dem 2. Weltkrieg wird dieses zum Kreiskinderheim umfunktioniert – bis 1974.
            Danach wird das Schloss anderweitig genutzt.

1935    Errichtung des Postschulungslagers

1959    Bau der Evangelischen Kirche (Friedhof)

1970    bis zur Wende : Beginn des Baus einer Wasserleitung in der Gemeinde

1991    Grundsteinlegung für das Gewerbegebiet unter Teilnahme der Bürgermeisterin, Frau Barbara  Wolff 
            und dem Ministerpräsidenten, Dr. Manfred Stolpe
            Hausneubauten und besonders auf dem Steinberg

1992    Einweihung des ersten Gewerbegebietes im Land Brandenburg in  Zeesen

1993    Grundsanierung der einhundertjährigen Grundschule

1996    Der Badestrand am Zeesener See wird neu gestaltet

1999    Eröffnung des Gewerbeparks II in Zeesen

2000    Erweiterung der Kita „Spatzennest“ durch Zukauf und Veränderung des ehemaligen LTS - Gebäudes

2000    Bau des Mehrzweckgebäudes und der Turnhalle

2002    Erweiterung und Neugestaltung der Friedhofskapelle                 

2003    Bau des Hortgebäudes auf dem Schulgelände

2004    Gemeindegebietsreform : Trotz 80% Bürgerstimmen des „Unteren Dahmelandes“  (Zeesen, Senzig, 
            Schritt von der Landesregierung vollzogen worden.
            Gründung des "Zeesener Interessenverein e. V." (Organisierung des gesellschaftlichen Lebens in Zeesen 
            und Weiterführung der Chronik)


2007    erhält der Gewerbepark eine Stele mit dem Namen: „Schütte-Lanz-Gewerbepark- Zeesen“ unter Teilnahme 
            der Ministerin Prof. Wanka. Einweihung der neuen Feuerwehr in der Seestraße

2008    Zeesen ist der größte Ortsteil mit 4582 Einwohnern von Königs Wusterhausen
 
 
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